Ein Gastbeitrag von Darwin Dante aus Frankfurt

In Deutschland gibt es drei bedeutende Friedensfestivals.
Das Friedensfestival in:
Alle drei arbeiten miteinander zusammen. Sie sind so gestaltet, dass sie programmatisch und im zeitlichen Verlauf ineinander übergehen. Dem soll zukünftig auch öffentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Vom 20.06.2026 bis zum 28.06.2026 fand das Friedensfestival "Stopp Ramstein" statt. Auf einem weiträumigen Campgelände versammelten sich die Menschen. Bei 34 Grad Celsius und brütender Hitze war das Friedensfestival gut besucht.
Die Airbase Ramstein dient dem US-Militär als Relaisstation für die Satellitenkommunikati-on. Über diese wird über die Krümmung der Erdkugel hinweg die Funkkommunikation zwi-schen den in den USA sitzenden US-Militär-Operatoren und den Angriffsdrohnen im Na-hen und Mittleren Osten aufrechterhalten. Ohne diese Basis als Satelliten-Bodenstation wären die Angriffe mit den aus den USA ferngesteuerten Drohnen unmöglich. Die Airbase Ramstein besitzt für das Militär eine geostrategische Bedeutung und ist daher bei einem Ost-West-Konflikt eines der ersten atomaren Angriffsziele.
Dass bei Drohnenangriffen im Mittleren Osten bereits ganze Hochzeitsgesellschaften ohne jede Vorwarnung ausgelöscht wurden, gilt seit den Dokumentarfilmen „Schmutzige Krie-ge – Dirty Wars“ von Richard Rowley aus dem Jahr 2013 und „DEADLY DUST – TÖD-LICHER STAUB“ von Frieder Wagner aus dem Jahr 2007 als hinreichend belegt.
In Ramstein versammelten sich die Menschen, um über diese Morde durch das US-Militär aufzuklären und ein Ende dieser Angriffe von deutschem Boden sowie die Auflösung der US-Militärbasis zu fordern. Am 27.06.2026 wurde dieser Forderung durch eine Demonst-ration Ausdruck verliehen. Die Sängerin Pauli begleitete das Festival in Ramstein im musi-kalischen Rahmenprogramm und ließ es ausklingen.
Am 23.07.2026 startete schließlich das "PAX-Friedensfestival" in Friesack bei Berlin mit einem Musikbeitrag der Sängerin Pauli. Nach neun Monaten Vorbereitung ging es endlich los. Die Besucher wurden eingeladen, vom 20.07. bis zum 28.07.2026 auf dem großen Zeltplatz des Festivalgeländes zu campieren. Der größte Teil der ca. 2.200 Besucher kam mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil.
Das PAX bot ein ausgezeichnetes Familienprogramm. Der Besuch von Familien wurde gefördert, indem Kinder bis zu 18 Jahren keinen Eintritt zahlten und ein Kinderprogramm angeboten wurde, das von Wasserrutschen bis zum Kindertheater reichte. Zudem fand eine umfangreiche Kinderbetreuung statt.
In großen Zelten wurden zahlreiche Vorträge und Diskussionen mit namhaften Rednern wie Gabriele Gysi, Alexander von Bismarck und Florian Pfaff angeboten. Im Diplomaten-zelt diskutierten zahlreiche Redner über die Weltkriegsgefahr durch den Ukrainekrieg und die Außenpolitik der EU. Im Vernetzungszelt wurden wirtschaftliche Zusammenschlüsse beraten, die den Great Reset sowie ein Überleben ohne Fiatgeld ins Auge fassten. Dies-bezüglich wurden Vorträge zur Permakultur, zur Anwendung neuer IT-Tools für das Inter-net oder zur Bildung von Allmendeland angeboten. Alle Angebote wurden sehr gut be-sucht, und verschiedentlich mussten sogar die Wände der Zelte entfernt werden, um allen Teilnehmern ausreichend Raum zu bieten.
Am 03.09.2026 setzte Magdeburg die Reihe fort. Wieder stand die Aufklärung über die Skandale der deutschen Politik im Mittelpunkt, da diese zunehmend das wirtschaftliche und politische System der Bundesrepublik ins Wanken bringen.
Doch Magdeburg ging einen Schritt weiter. Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt wurde offen über andere Formen der bürgerlichen Selbstverwaltung nachgedacht. Ein basisde-mokratisches Modell wurde vorgestellt und intensiv diskutiert. Das Ziel dieses Modells ist die Organisation von Produktion und Verteilung sowie das Überleben des deutschen Mit-telstandes zur Sicherung der Innovationskraft der Industrie. Denn der Mittelstand sucht alternative Organisationsformen, mit denen er den Great Reset und den daraus folgenden Zusammenbruch des heutigen Wirtschaftssystems überdauern kann.
Nun, in Magdeburg, verließen die Redner die Ebene der Aufklärung.
Sie fingen an, basisdemokratische Lösungen jenseits des bestehenden politischen und ökonomischen Systems zu entwickeln.