„Ich bin Migrant. Gerade deshalb will ich Ordnung.“

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Ein Gastbeitrag von Salvatore U.

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Ich bin nicht in Deutschland geboren. Ich bin hierhergekommen, weil ich an dieses Land geglaubt habe: an seine Regeln, an seine Schulen, an seine Sicherheit, an die Chance, dass meine Kinder es einmal besser haben. Wir haben die Sprache gelernt, gearbeitet, Steuern gezahlt, uns eingefügt – nicht als Unterwerfung, sondern als Respekt. Deutschland war für uns nicht „Beute“, sondern Heimat, die man sich verdient.

Und genau deshalb reibe ich mir heute verwundert die Augen.

Denn was hier seit Jahren unter dem Etikett „Humanität“ läuft, ist oft etwas ganz anderes: unkontrollierte, größtenteils vollkommen illegale Zuwanderung, die den Staat überfordert, die Kommunen ausblutet und die Stimmung vergiftet. Und das Bittere ist: Am Ende trifft es nicht „die Politik da oben“ zuerst. Es trifft die normalen Leute – den Rentner, der sich nicht mehr sicher fühlt, den Handwerker, der die Abgabenlast schultert, die Mutter, die nachts nicht mehr gern allein zur S-Bahn geht. Und ja: Es trifft auch viele Migranten, die sich an Regeln halten. Wir werden in denselben Topf geworfen, obwohl wir das genaue Gegenteil leben.

Ich höre dann oft: „Du bist doch gegen Flüchtlinge.“ Oder: „Du bist der erste, den die böse Opposition abschieben würde“. Nein! Das bin ich alles nicht. Ich bin gegen Chaos. Ich bin für Ordnung. Und ich finde, das ist kein Widerspruch. Ein Staat, der helfen will, muss zuerst handlungsfähig bleiben. Sonst hilft er am Ende niemandem – nicht den wirklich Schutzbedürftigen und auch nicht den eigenen Bürgern.

Schauen wir uns an, warum das Thema so eskaliert ist. Es gibt Profiteure – und zwar auf mehreren Ebenen.

Erstens: die kriminellen Netzwerke. Wer Grenzen massenhaft illegal überschreitet, läuft über Routen, die Schlepper kontrollieren. Und wo Schlepper sind, sind oft auch Drogenhandel, Dokumentenfälschung, Menschenhandel. Das ist kein „Gerücht“, das ist Logik: Illegale Wege sind Geschäftsmodelle. Deshalb fordern auch Innenminister in Europa ausdrücklich, das Geschäftsmodell der Schleuser und Menschenhändler effektiver zu bekämpfen. (BMI Rechner)

Zweitens: das Sicherheitsrisiko, wenn Kontrolle nicht funktioniert. Natürlich ist nicht jeder Migrant gefährlich – die meisten sind es nicht. Aber wenn der Staat nicht konsequent prüft, nicht konsequent abschiebt, nicht konsequent schützt, dann reichen wenige Täter, um viel Vertrauen zu zerstören. Das Urteil im Fall des islamistischen Messerangriffs in Solingen zeigt, wie hoch der Preis sein kann: lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung für den Täter, wenn Sie denn tatsächlich einmal verurteilt werden. (t-online) Ich will so etwas nie wieder erleben müssen – weder als Bürger noch als Migrant, der sich für so eine Tat schämt.

Drittens: das Anreizsystem. Wenn ein Land mehr verspricht als andere – mehr Geld, mehr Bleibeperspektive, weniger Konsequenzen –, dann spricht sich das herum. Das ist kein „Rassismus“, das ist einfache Mathematik. Und deshalb folgen viele Staaten längst nicht mehr dem deutschen Kurs. Dänemark hat seit Jahren seinen Kurs verschärft, entfernt systematisch alle Pull-Faktoren und setzt stärker auf temporären Schutz statt dauerhafter Perspektive. (bpb.de) Polen bekam von der EU ausdrücklich Möglichkeiten, in einer Ausnahmelage Asylverfahren zeitweise einzuschränken – wegen der gezielten „Instrumentalisierung“ von Migration an der Ostgrenze. (AP News) Italien wiederum versucht, Asylverfahren und Rückführungen durch Auslagerung von Verfahren nach Albanien zu beschleunigen – um Kontrolle zurückzugewinnen. (ZDFheute)

Und Deutschland? Deutschland diskutiert oft, als wäre es moralisch überlegen – während die eigenen Städte und Behörden längst am Limit sind.

Dazu kommt ein Punkt, über den man ungern spricht: Interessenlagen im System. Wo viele Menschen im Verfahren sind, entstehen Projekte, Programme, Beratung, Betreuung – manches sinnvoll, manches auch bequem. Wohlfahrtsverbände leisten viel, ja. Aber sie arbeiten auch mit großen Budgets und erhalten erhebliche öffentliche Zuschüsse; im Jahresabschluss des Deutschen Caritasverbandes e.V. finden sich für 2024 u.a. hohe dreistellige Millionenbeträge bei Bundeszuschüssen. Das ist an sich nicht „böse“. Aber es schafft Strukturen, die sich selten von selbst wieder verkleinern.

Und die evangelische Kirche unterstützt mutmaßlich afghanische Flüchtlinge mit Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland, durch Kirchen-Kollekten in Höhe von 100.000 Euro. Damit werden über dubiose NGOs wie „Kabul Luftbrücke“ den Afghanen der Aufenthalt in Deutschland freigeklagt. Welches andere Land auf diesem Erdball tut sich so etwas freiwillig selbst an?

Ich wünsche mir deshalb eine Politik, die wieder das tut, was jeder normale Bürger erwartet:

  1. Grenzen schützen und illegale Einreise konsequent begrenzen.
  2. Asylverfahren beschleunigen, klare Entscheidungen, schnelle Rückführungen bei Ablehnung.
  3. Straftäter konsequent abschieben, wenn rechtlich möglich – ohne Ausreden (nennen Sie es meinetwegen "Remigration")
  4. Hilfe für echte Schutzbedürftige, aber gekoppelt an Mitwirkung, Sprache, Regeln.
  5. Respekt vor den Einheimischen – und auch Respekt vor Migranten, die hier schon länger leben, arbeiten und Steuern bezahlen.

Kennen Sie die Geschichte von Xavier Naidoos Mutter mit südafrikanischen Wurzeln? Sie hatte Apartheid am eigenen Leib erlebt. Unterdrückung, Demütigung – von Weißen. Und sie ist nach Deutschland gekommen. Wisst ihr, was sie nie getan hat? Sie hat nie einen weißen Deutschen verantwortlich gemacht für das, was ihr in Südafrika angetan wurde. Nicht einen Tag. Sie hat gesagt: „Ich bin hier, um neu anzufangen. Ich bewerte Menschen nach ihrem Verhalten – nicht nach ihrer Hautfarbe.

Und ihr Mann – der hat in Südafrika in jüdischen Goldminen gearbeitet. Harte Arbeit, schweres Leben, auch Misshandlung. Wenn man nach den billigen Schablonen gehen würde, müsste er voller Hass sein. Gegen Weiße, gegen Juden, gegen „die da“. Aber er hat keinen Judenhass entwickelt. Im Gegenteil. Er sagte: „Wenn ich anfange, ganze Gruppen zu hassen, bin ich am Ende nicht besser als die, die mir Unrecht getan haben.

Diese beiden Menschen haben etwas verstanden, was heute vielen verloren geht: Es gibt keine Kollektivschuld. Es gibt nur Verantwortung. Und es gibt Regeln.

Ich bin Migrant. Ich bin Vater. Ich bin Großvater. Ich will, dass meine Kinder und Enkelkinder in einem Land aufwachsen, das sicher ist, gerecht ist und sich nicht selbst aufgibt. Wer Deutschland liebt – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – der muss heute den Mut haben zu sagen: Humanität braucht Ordnung. Sonst wird sie zur Selbstzerstörung.