Gastbeitrag von Jossy Oswald
Eine Demonstration der besonderen Art haben friedensbewegte Querdenker am 04. Juli durchgeführt! Es ging nicht um Lärm, Abgase und Feinstaub, sondern um noch viel gefährlichere Frachten über unsere Köpfe und aktuell stark verdichtet. Der Rhein-Main-Flughafen wird nicht nur für touristische und zivile, Zwecke be- und genutzt oder für den Transport ziviler und medizinischer Güter, sondern auch militärisch zweckentfremdet. Nur hinter vorgehaltener Hand, sprechen Mitarbeiter von Speditionen über zunehmende militärische Gütertransporte nach Polen, Rumänien, Litauen, Lettland und Estland.
Leider gibt es keine aufgeschlüsselten Zahlen nach Gütern und Ländern. Anfragen der Linken werden mit Verweis auf Geheimhaltung und Sicherheitsrisiko abgeschmettert. Nicht umsonst ist die Bundesrepublik Deutschland bereits an 4. Stelle der Waffenexporte! Vor Krisengebieten und Kriegsherden wird kein Halt mehr gemacht. Oberste Priorität ist die "Kriegstüchtigkeit" in allen Bereichen sicherzustellen!
Dafür muss der soziale Haushalt schon mal hintenanstehen. Was so harmlos klingt wie die "Sicherstellung der Infrastruktur", das ist nicht das Hallenbad oder der Kindergarten, sondern die Brücken und Straßen für Panzerfahrzeuge und Militärbasen! Statt die Übernahme der Pflegekosten für Bedürftige zu übernehmen, überlegt man die Wehrpflicht wieder einzuführen!
Von den amerikanischen Militärbasen gibt es sowieso keine Angaben, weder über die Anzahl der Flugbewegungen, geschweige denn über die Ziele. Was an militärischen Gütern in Kisten und Containern verschickt wird, bleibt sowieso geheim!
Folge 1: Kriegsgüter in der Luft – Frankfurt wird zur Frontstadt
Panzer rollen über deutsche Straßen, Militärzüge donnern über die Gleise – doch der gefährlichste Nachschub fliegt. Hoch über Deutschland hat sich eine stille Kriegslogistik etabliert: Unsichtbar für viele, aber systematisch und ständig im Einsatz. Ihre zentrale Drehscheibe? Frankfurt am Main. Fraport.
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 ist Deutschland zu einem logistischen Schwergewicht in Europas militärischer Architektur geworden. Über 28 Milliarden Euro an Waffen und Ausrüstung hat allein die Bundesregierung bis April 2025 bereitgestellt. Neben Schiene und Straße spielt dabei die Luft eine Schlüsselrolle – schnell, direkt, unauffällig.
Die Cargo City Süd am Frankfurter Flughafen, sonst bekannt für Medikamente und Hochtechnologie, ist heute auch Startpunkt für militärisches Stückgut: Drohnenmodule, Nachtsichtsysteme, Ersatzteile für Radpanzer und moderne Artillerie. Was nicht schwer oder gepanzert ist, wird geflogen – effizient und häufig unter dem Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Doch nicht nur die Bundeswehr nutzt die Luftroute. Auch internationale Ad-hoc-Charter wie die ukrainische Antonov-Flotte oder NATO-Partner greifen regelmäßig auf Frankfurt, Leipzig/Halle und Frankfurt-Hahn zurück. Selbst besonders große Bauteile – Patriot-Starter, Brückenelemente oder Panzerplatten – werden dort in Giganten wie der An-124 oder der C-17 Globemaster verladen.
Der Krieg ist längst Teil unserer Infrastruktur – auch in der Luft.
Folge 2: Die neue Luftbrücke – Wenn Frankfurt zum Umschlagplatz der Front wird
Was früher Ausnahme war, ist heute Routine: Militärflüge aus Deutschland in Richtung Osten, Tag für Tag, Stunde für Stunde. Die Planung läuft über das Logistikkommando in Erfurt – diskret, effizient, eng mit der NATO verzahnt. Was zählt: Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Frankfurt ist dabei mehr als ein Zivilflughafen – es ist zur Operationsbasis für westliche Luftlogistik geworden. Die Infrastruktur passt perfekt: LKW-Hub, EU-Zollfreiheit, Schienenanbindung, erfahrene Frachtlogistik. Zwischen Container-Reihen und Lagerhallen passieren jeden Tag Kisten, Paletten, Module – und darunter viele militärisch relevant.
Die Lieferkette funktioniert in mehreren Ebenen:
- Bundeswehr-Flugzeuge (A400M) fliegen vom Fliegerhorst Wunstorf nach Rzeszów oder Iași – die Tore zur Ukraine.
- Zivile Frachter mit Sondergenehmigung starten direkt aus Frankfurt – mit Komponenten, die empfindlich, teuer oder geheimhaltungsbedürftig sind.
- Schwerlast-Charter (Antonov, Boeing, Lockheed) übernehmen die ganz großen Teile – und fliegen z. B. Panzerbrücken über Hahn oder Leipzig.
Was dabei kaum auffällt: Die militärische Luftlogistik ist längst nicht mehr rein militärisch. Sie läuft mitten durch die zivile Welt – durch Frachtterminals, auf normalen Rollwegen, mit ganz normalen Crews. Und doch: In den Containern steckt Kriegsmaterial.
Frankfurt ist so zum unsichtbaren Schauplatz geworden – einer Front, die nicht knallt, aber fliegt.
Anm. d. Red.: Herbert "Jossy" Oswald ist ein Urgestein der flughafenkritischen Szene. Kaum jemand kennt FRAPORT-Insides so gut wie er. Er wird wie folgt gerne zitiert: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche“. Ein ausführlicher Bereich über die Friedensdemo am Flughafen ist hier veröffentlicht.
