Ein Beitrag von Stefan Kohwagner

Lange hat es gedauert, weit über 2 Jahre, bis ein ehemaliger Gesundheitsminister vor einer Enquete-Kommission sich zu entscheidenden Fragen der Corona-Saga äußern durfte oder musste.
Neben 80 % ausweichender Antworten, die nicht zu den gestellten Fragen passten, und einer Unzahl leerer oder sinnentleerter Phrasen rutschte, dabei doch die wesentliche Aussage über ministerielle Lippen – gleich einem Bekenntnis:
Jens Spahn im Dezember 2025 vor der Enquete-Kommission: „Es war nie Ziel, auch der WHO nicht bei der Impfstoffentwicklung, dass es zu Infektionsschutz gegenüber Dritten kommt…“
Also bitte ganz langsam:
- Ein weitgehendes Verbot, Versammlungen abzuhalten, wurde mit dem Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
- Ein weitgehendes Gebot, Masken tragen zu müssen, wurde mit dem Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
- Ein Verbot, Busse, Bahn oder Flugzeuge zu besteigen, wurde mit dem Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
- Ein weitgehendes Verbot, Restaurants/Cafés zu besuchen, wurde mit Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
- Ein weitgehendes Verbot, am eigenen Arbeitsplatz zu erscheinen, wurde mit Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
- Ein Verbot, Schulen, Kindergärten oder Universitäten aufsuchen zu können, wurde mit Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
- Und schlussendlich: der ausufernde mittelbare Zwang, sich spritzen zu lassen, wurde mit dem notwendigen Schutz vor aktiver oder passiver Ansteckung begründet (Grundrechtseinschränkung).
Mit aktiver Ansteckung bezeichnet wurde und wird der Umstand, dass eine infizierte Person eine oder viele nicht infizierte Personen ansteckt.
Mit passiver Ansteckung bezeichnet wurde und wird der Umstand, dass eine nicht infizierte Person durch eine oder mehrere infizierte Personen angesteckt wird.
Wer erinnert sich nicht an die Horrorvision der „Pandemie der Ungeimpften“, die zur Rechtfertigung des täglichen Irrsinns als Begründung bemüht wurde.
Und nun tritt, fast beiläufig, der damalige Herr Gesundheitsminister in entspannter Politikerpose vor Kameras und Mikrophone, um wie selbstverständlich zu erklären, dass es weder ihm noch dem so renommierten RKI bzw. der WHO bei Befürwortung, Verhängung und Begründung dieser unvorstellbar gewesenen Freiheitsberaubung der Bürger um die Frage der Ansteckung gegangen sei. Ja, noch irrwitziger legt er dar, dass es darum mangels Erkenntnissen und Wissen der Impfstoffhersteller um Ansteckungsgrund und Übertragungswege auch nicht gehen konnte.
Welchen Sinn es aber dann machen sollte, Menschen zu verbieten sich zu treffen, Versammlungen zu verbieten, Schulen zu schließen, Lockdowns zu verhängen und ein Land und dessen Bevölkerung mit Angst und Panik an den Rand des Zusammenbruches zu treiben: diese Antwort bleibt er, wie alle seine Kollegen und Mittäter, schuldig. Und statt eines Aufschreis in den Medien, statt lautstarkem Protest der Justiz - dröhnendes Schweigen allerorts.
Jeder Zeitgenosse, der diesen Irrsinn der Pandemiejahre erlebt hat, möge sich drei ganz einfache Fragen selbst beantworten – gern auch still und heimlich.
- Hätte ich bei allem so mitgemacht, wenn ich gewusst hätte, dass es dabei überhaupt nicht um Ansteckung und Schutz ging?
- Hätte ich Menschen, welche sich der „Behandlung“ widersetzt haben, so behandelt wie ich es getan habe, wenn ich gewusst hätte, dass diese "Impfung" überhaupt nicht wie öffentlich propagiert wirkt?
- Bin ich nach dieser Erfahrung noch so sicher, dass nicht auch hinter anderen Panikthemen – wie dem menschengemachten Klimawandel, kriegslüsternen Nachbarn, Fachkräftemangel und Migration oder der vollständigen Digitalisierung als vermeintlichem Komfortgewinn – ebenfalls Motive stehen, deren behauptete Notwendigkeit und Wirksamkeit ebenso wenig tragen wie offenkundig die Impfspritze den Schutz vor Ansteckung?
Vor Jahrzehnten hat mal ein Politiker namens Ulbricht seiner Bevölkerung erklärt: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“. Diese Mauer, welche sich quer durch unser Land zog, hat dann von 1961 bis 1990 39 Jahre mehr oder weniger erfolgreich dafür gesorgt, die Menschen auf den beiden Seiten der Mauer vor gegenseitiger Ansteckung zu schützen.
Sind wir nicht längst dabei, wieder eine Mauer quer durch unser Land und seine Menschen zu errichten? Nicht aus Stein und Beton, sondern gebaut aus fanatischen Ideologien? Sind die sogenannten Brandmauern die neuen Mauern, die zu errichten „niemand die Absicht hat“? Und ist der Mörtel, welcher die Mauersteine zusammenhält, nicht die Verfolgung und Unterdrückung oder Verächtlichmachung jeder Opposition oder kritischen Haltung?
Nur eine schwache Demokratie muss sich einmauern. Eine starke und wehrhafte Demokratie hat Bestand auf Grund überzeugender Konzepte und Lösung von Problemen, nicht durch Verbote und manipulativ-einseitige Darstellungen.
Beenden wir den Mauerbau.
Die halbe Wahrheit ist immer eine ganze Lüge!