Das Symposium “Kentler – Kinder – Kirche” von “Demo für Alle” am 11.04.2026 in Kassel klärte darüber auf, dass viele Workshops zur Sexualaufklärung, die von externen “Experten” sogar an katholischen Schulen stattfinden und vorgeben, Prävention gegen Kindermissbrauch zu betreiben, in Wirklichkeit die Kinder auf sexuelle Handlungen mit Erwachsenen vorbereiten. Motivation für diese satanische Umkehr ist Kentlers Ideologie von der “Kindlichen Sexualität”, die in seinen Schülern weiterlebt und noch heute die Sexualwissenschaften deutscher Hochschulen prägt.

Die Referenten in Kassel (Foto: Dr. Steidl)
Ein Gastbeitrag von Dr. Christian Steidl
Nach der Eröffnung der Tagung vor rund 200 Teilnehmern durch Hedwig von Beverfoerde vom Verein “Demo für Alle”, sprach Weihbischof em. Dr. Marian Eleganti unter dem Titel "Als Mann und Frau schuf er sie" über die Lehre der Kirche zu Ehe, Familie und Sexualität. Männer und Frauen sind verschieden und komplementär. Die Verbindung von Mann und Frau ist eine Frage der Vernunft. Aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen entsteht kein neues Leben. Polygamie funktioniere nicht, weil es die Frauen erniedrige. Es gebe immer eine Hauptfrau und Frauen zweiter Klasse. Die katholische Kirche sieht den Menschen als eine Einheit von Körper und Geist. Einen weiblichen Geist in einem männlichen Körper gebe es daher nicht. Die "Transsexualität" sieht die Kirche daher als Ideologie an.
Ehekrisen sollten überwunden werden, statt in einer Scheidung zu enden. Oft funktioniere das - besonders wenn die Ehepartner Hilfe im Gebet suchen. Manchmal schaffen es Paare erst nach der Scheidung, wieder freundschaftlich miteinander umzugehen. Da stelle sich die Frage, warum das nicht innerhalb der Ehe gelang. “Die Kirche ist nicht leibfeindlich", betonte Weihbischof em. und Missionsbenediktiner Eleganti. Im Gegenteil. Die Kirche geht von der leiblichen Realität aus. Wer glaubt, er sei im falschen Körper geboren und der Körper müsse daher verändert werden, sei "leibfeindlich", d.h. feindlich gegenüber seinem eigenen Leib. Das Besondere an der christlichen Ehe sei, dass es ein unauflösliches Bündnis ist. Es gibt den Partnern das Gefühl der Sicherheit, von der auch die Kinder profitieren.
Bischofskonferenz übernimmt Kentler-Thesen
Susanne Hartfiel sprach über die "Übergriffige Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention in kirchlichen Einrichtungen". Die Lehren des pädophilen Helmut Kentler und seines Schülers Uwe Sielert wirken noch immer und haben in die WHO Einzug gehalten. Auch in den kirchlichen Bildungseinrichtungen werden deren Thesen angewendet. Besonders problematisch sei Kentlers Einschätzung, es gebe eine “kindliche Sexualität” ab der Geburt, die ausgelebt werden sollte. Die Erwachsenen sollten die Kinder dabei “unterstützen” und ihnen alle möglichen Sexualpraktiken vorschlagen, damit die Kinder das auswählen könnten, was ihnen am meisten Lust bereite. Entsprechende Empfehlungen für Doktorspiele schon im Kindergarten finden sich in den “Standards für Sexualaufklärung” der WHO und werden über die sogenannte “Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung” (BZgA) übernommen, warnte Susanne Hartfiel, die auch als Autorin des Transhumanismus-kritischen Buches “Die Neuerfindung des Menschen” bekannt ist.
Susanne Hartfiel berichtete, dass Helmut Kentler nicht nur “einvernehmlichen Sex” von Erwachsenen mit Minderjährigen befürwortete, sondern auch selbst praktizierte. Und er machte “wissenschaftliche Studien”, bei denen er Heimkinder als Pflegekinder an verurteilte Pädophile vermittelte. Seine pädophile Ideologie wird von seinem Schüler Uwe Sielert (Uni Kiel) sowie von Frank Herrath, Jörg Maywald (FH Potsdam), Stefan Timmermanns (Uni Frankfurt), Elisabeth Tuider (Uni Kassel) und Hein-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) noch heute weiterverbreitet. Seit 2020 übernehmen die Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zur “Prävention sexuellen Missbrauchs” viele Narrative der Ideologie von Helmut Kentler.
Wartet echte Liebe?
Unter der Fragestellung "Echte Liebe wartet?" stellte die katholische Theologin Dr. Margarete Strauss die christliche Sexualmoral auf dem Prüfstand. Ist die Monogamie mit der menschlichen Natur vereinbar? In der Evolution hat sich die Zweierbeziehung aus Mann und Frau durchgesetzt, weil die Kinder von einer stabilen Familie profitieren. Apostel Paulus schreibt im Brief an die Epheser 5:21, die Ehepartner sollen sich gegenseitig unterordnen. Einer Harvard-Studie zufolge ist bei Verheirateten die Zufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben am Größten. Die Kirche stehe dem Sex positiv gegenüber, nur nicht mit jedem und zu jedem Alter. "Wir verwerfen nicht die Medizin, weil es schlechte Ärzte gibt."
Sie verwies auf Papst Johannes Paul II. und seine “Theologie des Leibes”. "Dieser Schatz kommt zu selten in Predigten vor”, so Frau Strauss. "Der Mensch ist der Begierde unterworfen, aber auch zur Liebe fähig." In der Ehe werde beides miteinander verbunden. In derSexualerziehung von Jugendlichen seien folgende Punkte wichtig: 1. Einbettung in christliche Lehre. 2. Nicht Verbote in den Mittelpunkt stellen. 3. Eltern einbinden in schulische Sexualerziehung.
Kentlers Wegbereiter und Erben
Dr. Martin Voigt stellte "Kentlers Erben" und Wegbereiter vor, die die übergriffige Sexualmoral heute weiterverbreiten. Wo "Missbrauchsprävention" drauf steht, sei oft “Vorbereitung auf pädophile Verführung” drin. Grundlage waren Kinseys Daten von Pädophilen über angebliche Orgasmen von Kindern. Prof. Helmut Kentler (1928-2008) vermittelte Kinder von 1969 und 2003 im Rahmen von Studien an vorbestrafte Pädokriminelle und lehrte lange an der Universität Hannover.
Uwe Sielert und Helmut Kentler sehen Kinder von Geburt an als sexuelle Wesen. Sie hätten ein Recht auf Sex und Orgasmen. WHO-Standards basieren auf Literatur niederländischer Aktivisten. Die These der "Kinder als sexuelle Wesen" stammt von Sigmund Freud (1856-1939). Zu den Verehrern von Helmut Kentler gehört Karlheinz Valtl, der 1997 in einem Vortrag Kentlers Thesen lobte. Beate Martin war es wichtig, dass die Kinder die sexualisierenden Methoden durchspielen- nach dem Motto “Lernen durch Tun.” Jörg Maywald befürwortet Doktorspiele in der Kita. Dafür solle es Kuschel- und Rückzugsräume geben. "Doktorspielregeln" sollen angeblich vor Übergriffen schützen. Es sind aber Anleitungen zu sexuellen Übergriffen, die der Würde des Menschen widersprechen. Wenn in Konzepten für “sexuelle Früherziehung” die Namen dieser “Experten” in Literaturverweisen auftauschen , sei Vorsicht angebracht.
Ziel ist die Zerstörung von Familie und Religion
Psychotherapeut Roman Göbeke berichtete aus der Praxis, was "sexuelle Bildung" bei Kindern anrichtet. Kinder erleben die Sexualisierung als psychische Überforderung bis hin zur Traumatisierung. In dem Buch "Linke Intellektuelle im Dienste des Totalitarismus" sieht der Autor Breton die enthemmte Sexualität als Instrument zur Zersetzung von Familie und Religion.
Entwicklungssensitive Sexualpädagogik mit Fokus auf Partnerschaft
Der Theologe und Entwicklungspsychologe Dr. Markus Hoffmann gab "Empfehlungen für einen wirksamen Schutz vor sexuellem Missbrauch". Sexuelle Erziehung à la Kentler sei Vorbereitung auf Pädophile. Besser sei das Vorbild der Eltern durch Vorleben einer Partnerschaft. Die primäre Lustbetonung der Sexualität widerspricht der kirchlichen Vorstellung von Sexualität im Rahmen der Ehe. An der päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz hat er eine “Entwicklungssensible Sexualpädagogik” entwickelt.
Ein Vater wehrt sich
Ein Vater aus Hamburg erklärte, wie er sich gegen ein Frühsexualisierungskonzept an einer katholischen Schule wehrte. Ihn störte, dass externe Referenten auftreten sollten, die sexuelle Bildung im Widerspruch zur christlichen Lehre vertreten wollten und dass Elternmeinungen nicht ernst genommen wurden. In Gesprächen mit Schulleitung, Bischof und Schulreferenten wurde zunächst nichts erreicht. Daraufhin gründete er mit anderen Eltern das "Elternnetzwerk Kinderschutz & Prävention" und arbeitete ein Gegenkonzept aus, das er mit dem Nuntius in Berlin besprach und an den Papst schickte. Er schickt es gerne Interessierten zu. Zum Kontakt hier entlang.

Das Plenumg in Kassel (Foto: Dr. Steidl)