Ein Gastbeitrag von Bruno Ramge, Nidda

Leider muss man auch im Jahr 2026 feststellen, wie blind viele Menschen noch immer sind. Ich merke es in der eigenen Familie: Tunnelblick auf den Fernseher – und bloß nichts anderes an sich herankommen lassen.
So habe ich in meiner Familie gerade einmal angesprochen, ob ich überhaupt weiterhin etwas senden soll, weil nie ein Kommentar dazu kommt. Wenn es sie nicht interessiert, sollen sie es mir einfach sagen. Ich bin da niemandem böse.
Ich sende auch nicht viel. Aber wenn, dann geht es um belegbare Fakten. Zum Beispiel um eine Rede von Artur Helios in Aschaffenburg mit offiziellen Daten der Bundesregierung, des RKI und weiterer Stellen — Daten, die jeder selbst nachprüfen kann.
Darauf kam die Antwort: „Wir schauen das erst gar nicht an. Wir löschen das immer gleich.“ Wie soll man da mitbekommen, was der tolle Fernseher alles verschweigt?
Und als ich zum Beispiel von sanktionierten Journalisten sprach, deren Konten gesperrt werden, kam die Antwort: „Das ist doch alles an den Haaren herbeigezogen.“ Nur komisch, dass sogar die Berliner Zeitung dieses Thema aufgegriffen hat.
Auch zu Ärzten, die im Gefängnis sitzen, hieß es: „Das wird schon seinen Grund haben.“ Ich finde das haarsträubend. Denn woher will man das wissen, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat und nicht einmal einen dieser verfolgten Ärzte mit Namen kennt? Noch immer glauben zu viele, die Welt sei in Ordnung. Zumindest ihre eigene, kleine Welt. Was interessieren mich andere Menschen — nicht wahr?
Immerhin merken manche inzwischen wenigstens, dass die Staatskasse bis hinunter in die Kommunen bald am Ende ist. Ein Lichtblick des Erwachens? Na ja, alles andere ist noch ganz weit weg. Leider.
Wir in der Widerstandsbewegung können nicht mehr tun, als immer wieder die Fakten zu benennen. Und wir tun weiter, was wir können. Wir geben ganz sicher nicht auf. Es ist viel zu wichtig, standhaft zu bleiben. Ja, es ist sogar die Pflicht eines jeden, der das Ausmaß dieses Verrates an der deutschen Bevölkerung erkannt hat, aufzustehen.
Der Aufschlag wird für viele gewaltig sein, wenn schlagartig die Realität mit den Folgen der letzten Jahre sichtbar wird — und zuerst das Narrativ und dann das gesamte System zerbricht.
Vielleicht lernen wir ja dieses Mal für die Ewigkeit. Doch leider muss ich auch da skeptisch bleiben. Waren die Jahre 1933 bis 1945 nicht lehrreich genug? Wird es dieses Mal endlich reichen? Oder ist die Menschheit im nächsten Jahrhundert wieder so folgsam und blind?
Ich empfehle jedem einen Besuch im Museum „Topographie des Terrors“ in Berlin. Dort bekommt man die Machenschaften aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Diktaturen eindrücklich vor Augen geführt.
Als wir im Museum waren, lasen wir von der Zerstörung der Wirtschaft, rasant steigender Arbeitslosigkeit, der Wiedereinführung der Wehrpflicht, der Umstellung auf Kriegswirtschaft, der Spaltung der Gesellschaft, der Zensur der Medien — bis hin zu medizinischen Experimenten an Menschen.
Wir würden die Zeiten von damals natürlich niemals mit den heutigen gleichsetzen. Und trotzdem kam in uns die Frage auf: War das alles nur „damals“ — oder erleben wir das Ganze gerade wieder, nur ein bisschen „moderner“?