Vom Michel zum Mustervasallen: Deutschland vor dem Untergang

von Redaktion — über |

Deutschland steht im Epizentrum globaler Krisen und ergötzt sich an der eigenen Selbstdemontage. Ein Land in der „Michel-Falle“.

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Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden“.

Diese Sätze, die oft Napoleon zugeschrieben werden, stammen tatsächlich vom deutschen Autor Joseph Görres, der sie jedoch in einem Text aus dem Jahre 1814 dem Kaiser der Franzosen in den Mund legt.

Gehorsam in den Untergang

Görres‘ Napoleon fasst hier die Volksseele des Deutschen zusammen, die man auch aus der Figur des „Deutschen Michel“ kennt. Ein gutmütiger naiver Bauer, gerne kaisertreu, der glaubt durch Gehorsam immer alles richtig zu machen, aber letztlich zur Lachnummer wird. Den Michel von heute erkennt man verlässlich an seinen Twitter-Symbolen. Wird geimpft, hat er eine Spritze im Profil. Geht es in den nächsten Krieg, beflaggt er sein Profil mit der Fahne „der Guten“. Der Michel ist immer für das, was gerade angeblich alle wollen, er ist für das „current thing“ und hält sich dann für zeitgemäß. Der Michel-Philosoph Hegel grüßte in Napoleon „den Weltgeist zu Pferde“. Schon damals gehörte es zum guten deutschen Ton, stets das Gegenwärtige willkommen zu heißen, auch wenn es hieß, gerade unterjocht worden zu sein. Der Deutsche Michel zieht aus der eigenen Demütigung eine eigenartige Genugtuung. So auch heute: Als Joe Biden verkündete, dass Nord Stream verhindert werden würde und man sich darauf verlassen könne, hatte der Bundesmichel Olaf Scholz, der danebenstand, nicht viel mehr zu bieten als seine sphynxartige Grimasse aufzulegen. Tucker Carlson hat es aktuell in obigem Video gut zusammengefasst: Deutschland versinkt in einer Mischung aus Selbsthass und Lust an Demütigung. Welcome to “cuckold” country (ja, schlagen Sie das ruhig selbst nach).

Man könnte den Michel als kurzweilige folkloristische Verballhornung abtun. Doch kaum ein Land dieser Welt steht so im Zentrum des Geschehens wie Deutschland. Und kein anderes Land bezahlt einen derart hohen Preis für das eigene Micheltum. Es gibt kaum eine Krise, in der Deutschland nicht in vorderster Reihe steht und sagt: “Bitte lasst mich zahlen, ich verspreche auch, das ganze Ding an die Wand zu fahren!

So begann Michel irgendwann die ganze Welt in die eigenen Sozialkassen einzuladen, mRNA-Impfstoffe herzustellen und das Weltklima am eigenen Wärmepumpen-Wesen genesen zu lassen; nebenher erklärte man Russland den Krieg, beschweigt aber die tieferen Gründe für die Nordstream-Explosion. Hat das Land der Dichter und Denker aufgehört zu denken? Bald wird es dank legalisiertem Cannabis immerhin dichter sein. Aus dem Exportweltmeister, Fußballweltmeister und der moralischen Vorbildnation ist der Vorreiter einer Clown-Welt geworden.

Der Michel liebt den Irrtum im Kollektiv. Nichts erregt ihn mehr, als sich in der Masse in die Irre führen zu lassen und danach so zu tun, als wäre nichts gewesen. Im Michel spiegelt sich stets der Denkprozess einer ganzen Gesellschaft – und dieser läuft gerne in Zeitlupe ab. Hier zwei Beispiele: Nach x-fachen experimentellen Covid-Impfungen ist das Michel-Land kränker denn je, mit rekordhohen Krankenständen, niedrigsten Geburtenraten und einer nie erklärten Übersterblichkeit. Dass die „Impfung“ nicht vor der Übertragbarkeit des Virus schützte, gab zuerst der Hersteller Pfizer zu, dann die Europäische Arzneimittelbehörde EMA, doch im Michel-Land will man es in der Politik und den meisten Medien noch nicht ganz glauben. Auf Nachfragen nach DNA-Verunreinigungen im Impfstoff stellen sich Gesundheitsministerium und Minister Lauterbach absichtlich dumm. Impf-Opfer müssen sich derweil eine Long-Covid-Diagnose andichten, um überhaupt Aussicht auf Behandlung zu haben.

Es geht auch anders

Im besten Michel-Land aller Zeiten verändert man das Klima auf Knopfdruck, indem das ganze Land mit fliehenden grünen Fahnen auf Wärmepumpen und Elektroautos umsteigt. Den Strom dafür kauft man teuer im Ausland ein. Öl kommt immer noch aus Russland, aber man muss es jetzt teurer den Indern abkaufen, damit der schöne Schein gewahrt bleibt.

Dem Michel, der sich tugendhaft dazu erklärt hat, Versuchskaninchen für die weltweite Energiewende zu spielen, erklärt man jetzt, dass Strom eventuell rationiert werden muss. Auch hier wieder das gleiche Muster: Folge blind den korrekten Ahnungslosen und zahle am Ende selbst die Zeche. Tugendhaftigkeit wird bestraft, das nimmt man aber hin. Denn wer nicht mitmacht, wird ja geächtet und das ist für den Michel schlimmer. Betroffenheit ist im Kollektiv am Schönsten.

Was lernt der Michel daraus?

Gastautor: Milosz Matuschek (seine Blogbeiträge finden Sie unter: www.freischwebende-intelligenz.org)